Festung
Feste Kaiser Alexander

Plan 912

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Die Feste Kaiser Alexander wurden in der Zeit von 1817 bis 1922 auf dem Plateau von der Karthause gebaut. Am 21. Mai 1817 erfolgt die Grundsteinlegung für die größte Befestigungsanlage von Koblenz.
Im Vergleich, war die Feste Kaiser Alexander dreimal so groß wie die Festung Ehrenbreitstein.

Benannt wurde das Werk, während eines Besuchs des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. im November 1818, zu Ehren von Alexander I. Zar und Kaiser von Russland. Dieser war der zweit große Verbündete Preußens gegen Napoleon in den Befreiungskriegen.

Zu der Feste gehörten auch das vorgelagerte Fort Großfürst Konstantin, die Schanze Großfürst, die Batterie Hübeling und die Moselbatterie.

Mit der Fort Konstantin war die Festung durch einen Kommunikationsgang verbunden. Im Zuge des Baus der Erbgroßherzog-Friedrich-Kaserne 1903 im Vorfeld des Fort Konstantin wurde der Gang zerstört.
Der Zugang zu dem Kommunikationsgang ist heute im Untergeschoss des Fort Konstantin sichtbar.

Mit der Zunahme der Bevölkerung und der Verlagerung der Verteidungslinie nach Metz waren die Festungswerke nicht mehr zu halten. Somit wurden die einzelnen Festungswerke durch AKO zur Offenlassung bestimmt. Nicht wie die anderen Festungswerke erfolgte erst hier am 23. Januar 1900 die AKO zur Auflassung des Werks.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde auch die Feste Kaiser Alexander entfestigt.
Am 13. Februar 1922 wurde in einer Verfügung der I.M.K.K. zur Schleifung der Anlage bestimmt.  Lediglich das Reduit und der Torbau, auch genannt das Löwentor, blieb erhalten.

Auch das Reduit fiel der Zerstörung zum Opfer und wurde 1964 gesprengt!

Nach dem Zweiten Weltkrieg dienten auch die Kernwerke der Feste Kaiser Alexander als Notunterkunft für ausgebombte Familien. Wie auch bei den anderen Festungsteilen entstand hier allerdings eines von vielen Koblenzer Elendsvierteln.
Um die katastrophalen Zustände zu beseitigen, wurden die Bauten schließlich 1964 geräumt und zerstört, so dass heute nur noch die Reste der äußeren Mauer des Reduits sowie das Löwentor erhalten sind. Daneben zeichnen sich die Reste der Wälle im Gelände ab. Den Grundriss der Festung kann man im Straßenverlauf noch sehr gut erkennen