Festung
Kommunikationsgänge der Festungsanlagen


Kommunikationsgang zwischen der
Feste Kaiser Alexander
und dem Fort Konstantin
Plan 950


Kommunikationsgang Zwischen der
Feste Kaiser Franz und der Moselflsche
Feste Kaiser Franz und Bubenheimer Flesche
Bubenheimer Flesche und Neuendorfer Flesche
Plan 951

In den vielen Führungen, die ich für meinen ehem. Festungsverein in den 17 Jahren gemacht habe, kam immer wieder die Frage auf, dass auch ein Gang unter dem Rhein von den Preußen gebaut worden ist.

Dem ist nicht so!!!
Es hat nie von den Preußen errichteter Gang unter dem Rhein gegeben.

Aber leider hält sich diese Gerücht sehr hartnäckig!

Es gibt lediglich den sogenannten Rheindüker.

Der ca. 370 Meter lange und ca. 16 Meter unter dem Rheingrund gebaute Düker, wurde in den Jahren zwischen 1979-1982 gebaut. Er dient lediglich als Versorgungstunnel für Kommunikations- und Versorgungsleitungen. Der Eingang des Dükers zur Stadtseite ist in der Höhe des Pegelhäuschens und der Ausgang auf der gegenüberliegende Rheinseite. Allerdings ist er sehr eng, sodass nur mühselig eine Person dort durchgehen kann.

Es gibt lediglich Kommunikationsgänge, die die einzelne Festungswerke miteinander verbinden.
So gab es einen Gang zwischen der Feste Kaiser Alexander und dem Fort Konstantin. (oberes Bild). Den Eingang ist heute noch im Untergeschoss der Fort Konstantin zu sehen, ist aber in den letzten Jahren zugemauert worden.
Der Gang wurde beim Bau der Erbgroßherzog-Friedrich-Kaserne, die 1903 auf dem Plateau vor dem Fort Konstantin errichtet wurde, zerstört.

Ferner gab es Kommunikationsgänge zwischen der Feste Kaiser Franz und der Moselflesche (heute WTS), Feste Kaiser Franz und Bubenheimer Flesche (heute Hügel Volkspark) und der Bubenheimer Flesche und der Neuendorfer Flesche (Rhein-Kaserne).

Der breiteste davon, der mir bekannt ist, ist der Ganz zwischen der Bubenheimer Flesche und der Feste Franz. Hier konnten Geschütze, dem Feinde nicht sichtbar, zwischen den Festungswerken verschoben werden.

Es gab auch weiter Gänge, die meist ein Hauptgebäude mit Gebäuden im Vorfeld der Festungsanlagen geben hat. Kleiner Gänge die nur zur Truppenbewegung gedacht waren, oder auch Minen- oder auch Horchgang, die im Vorfeld eines Festungsgebäude unterirdisch gelegen waren. Dadurch konnte die Verteidiger herannahende Feinde, die ihrer oberirdischen Gräben an die Festung heranführten gehört werden.