Burgen
Koblenzer Schloss

Frontseite des Schlosses 2014         Bild 601 

Rückseite des Schlosses 2012        Bild 602

Im Jahr 1776 begann der damalige Kurfürst Clemens Wenzeslaus einen Neubau für ein neues Residenzschloss in Coblenz zu errichten. Nach den Plänen von Michel dÌxnard, der seine Ausführungen großzügig plante, übernahm dann später im Jahr 1780 Antoine Francois Peyre die Bauleitung. Er reduzierte die von dÌxnard Planungen weitgehend.

1776 konnte der Kurzfürst das Schloss beziehen, doch sein Aufenthalt war sehr kurz. 1792 und 1793 überließ er das Schloss seiner französischen Verwandtschaft die aus Frankreich fliehen musste. Aber auch diese Glück währte nur kurz. 

Am 24. Oktober 1794 besetzten französische Truppen die Stadt und Kurfürst Wenzeslaus hatte vorher die Stadt verlassen und sollte nie wieder zurückkehren. Nach dem Abzug der französischen Truppen und durch Bestimmungen beim Wiener Kongress wurde das Schloss von 1842 bis 1845 völlig neu renoviert und dann auch wieder als Residenz genutzt. Kronprinz Wilhelm, als Gouverneur des Reinlandes, hatte hier seinen Wohnsitz und seine Gemahlin fühle sich in Koblenz sehr wohl. Selbst als sie später schon Kaiserin war, kehrte sie immer wieder bis zu ihre Tode, nach Koblenz zurück. 
Später fanden hier die Städtischen Museen ihre Unterkunft. Doch auch die Kriegsjahre hinterließen ihre Zerstörung am Residenzschloss. Die Zerstörung war verheerend, die Außenmauern standen noch, die Schlosskirche war zerstört und der Dachstuhl ausgebrannt. Erst durch das Alliierte Sicherheitsamt wurde das Schloss wieder aufgebaut.
Heute beherbergt das Schloss das Zollamt und der Festsaal wird für die Koblenzer Gesellschaft für Ausstellungen etc. zur Verfügung gestellt.

Erst durch die Bundesgartenschau 2011 ist es möglich, einen Teil des alten Prunks wieder zu entdecken. Im EG wurde eine Durchgang geschaffen, den es möglich macht, in den Garten zur Rheinseite zu gelangen.
Rechts neben dem Schloss wurde ein kleine Cafe eingerichtet.